Hundesport Info

Hundesport

 

Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest und Sachkundenachweis - BH

Voraussetzung für alle Prüfungen und Turniere ist die Begleithundeprüfung (BH).

Diese Prüfung besteht (wie alle anderen Prüfungen auch) unter anderem aus einer Unbefangenheitsprobe. Bei dieser Unbefangensheitsprobe wird unterschieden zwischen positives Verhalten (neutral, selbstbewusst, sicher, aufmerksam, temperamentvoll, unbefangen), noch zu vertretende Grenzfälle (leicht überreizt, leicht unsicher) – diese Hunde werden im Prüfungsverlauf genau beobachtet, negatives Verhalten (scheu, unsicher, schussscheu, aggressiv, bissig, schreckhaft).

Besteht ein Hund diese Probe nicht oder zeigt während der Prüfung Wesensmängel (z.B. Aggression), muss der Leistungsrichter den Hund disqualifizieren. Im Leistungsheft wird dies vermerkt - „Unbefangenheitsprobe/Verhaltenstest nicht bestanden“.

Auch wird die Identität des Hundes durch Kontrolle der Chip-Nummer oder Tätowiernummer  festgestellt. Fehlt die Identifikation, erhält der Hund keine Startberechtigung. Der Hund muss bei dieser Prüfung mindestens 1 Jahr alt sein. Der Sachkundenachweis bestätigt, dass der Hundeführer Grundkenntnisse in der Hundehaltung aufweist. Bei der Begleithundeprüfung auf dem Übungsplatz werden unter anderem die Leinenführigkeit, Freifolge, Ablegen des Hundes unter Ablenkung und Ablegen in Verbindung mit heranrufen geprüft.

Der Verkehrsteil besteht aus verschiedenen Begegnungen mit  Spaziergängern, Radfahrern, Autos, Joggern und anderen Hunden. Während der gesamten Prüfung ist das Loben des Hundes erlaubt. Nicht erlaubt und zur Disqualifikation hingegen führen das Bestätigen mit Hundefutter und Hundespielzeug.

 

Begleithundeprüfung BgH-1, BgH-2, BgH-3

Diese Prüfungen bestehen aus folgenden Übungen Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz aus der Bewegung, Ablegen in Verbindung mit Herankommen.

In der BgH-2 kommt noch dazu: Bringen und Voransenden. Für die höchste Prüfungsstufe, die BgH-3 kommen außerdem noch das Stehenbleiben aus dem Schritt und das Bringen über die Schrägwand (A-Wand) noch dazu.

Die Freifolge ist auch zwischen den einzelnen Übungen zu zeigen. Hinzu kommt noch, dass nur ein kurzes Lob nach jeder fertigen Übung und nur in Grundstellung erlaubt ist. Während der gesamten Prüfung ist die Bestätigung mit Hundefutter und Hundespielzeug nicht erlaubt und führt zur Disqualifikation. Wie auch schon im oberen Absatz geschildert, muss auch der Hund hier die Wesensprobe bestehen.

 

Obedience – Gehorsamsprüfung OB-Beginners, OB-1, OB-2, OB-3

Beim Obedience soll gezeigt werden, dass Hund und Hundeführer eine gute Beziehung demonstrieren und der Hund kontrolliert und einsatzfreudig mit seinem Hundeführer arbeitet, dies auch auf Distanz.

Auf Genauigkeit und Präzision  bei der Durchführung der einzelnen Übungen wird extrem viel Wert gelegt. Der natürliche Bewegungsablauf des Hundes wird berücksichtigt, da ein Border Collie immer wendiger und schneller sein wird, als eine Deutsche Dogge. Daher ist Obedience für jede Hunderasse und Mischlinge geeignet.

Typische Übungen für Obedience sind: Fuß-Arbeit, Steh, Sitz, Platz aus der Bewegung, Links-Rechts-Apport, Distanzkontrolle, Identifizieren, Voranschicken in die Box, Apport über eine Hürde. In die Beurteilung fließen weiter mit ein, das Verhalten gegenüber anderen Hunden und wie schon erwähnt der Umgang Hund-/Mensch (Gesamteindruck). Nach jeder Übung darf der Hund durch Lob Bestätigt werden. Das Mitführen von Hundefutter und/oder Hundespielsachen im Ring, kann zur Disqualifikation führen.

 

Fährte FH-1, FH-2, FH-3

Die Fährtenarbeit ist die perfekte Nasenarbeit für Hund und Hundeführer und erfordert ein erhebliches Maß an Konzentration des Hundes.

Der Hund riecht bei der Fährtenarbeit die Bodenverletzung. Eine Bodenverletzung entsteht durch die beschädigte Erdoberfläche, die zertretenen Pflanzen und Kleinstlebewesen.   Eine Fährte kann in jedem Gelände gelegt werden (Wiese, Acker etc).

Die FH-1 ist eine Eigenfährte, sprich diese wird vom Hundeführer selbst gelegt. Bei dieser Fährte muss der Hund eine Länge von 600 Schritten, 3 Winkel und 5 Schenkel ausarbeiten. Auf dieser Fährte liegen 3 Gegenstände, auf die der Hund verweisen muss. Diese 3 Gegenstände müssen aus unterschiedlichen Materialien bestehen: Leder, Textil, Holz und müssen eine Länge von 10 cm, eine Breite von 2 – 3 cm und eine Dicke von 0,5 – 1 cm haben. Farblich dürfen sich diese nicht erheblich vom Gelände unterscheiden.

Die FH-2 und FH-3 sind Fremdfährten, welche länger sind und mehr Schenkel, Winkel, Spitzwinkel und Gegenstände beinhalten.

 

Breitensport

Der Spaß für große und kleine Hundeführer und deren Hunde.

Der Breitensport teilt sich in 2 Disziplinen auf: die Unterordnung und der Laufwettbewerb. In der Unterordnung werden Leinenführigkeit, Freifolge, sowie Sitz-, Platz- und Stehübungen geprüft. Der Laufbewerb wird unterteilt in Slalomlauf, Hürdenlauf und Hindernislauf. Beim Slalomlauf laufen Hund und Hundeführer beginnend beim Starttor, durch 5 weitere Tore und sprinten durch das Zieltor. Die Zeitmessung beginnt, wenn der erste Teil des Teams (Hund oder Hundeführer) die Startlinie überschreiten und endet, wenn der letzte der Beiden die Ziellinie überqueren.

Beim Hürdenlauf haben Hund und Hundeführer 4 Hürden zu überwinden. Die Höhe der Hürde richtet sich nach der Größe des Hundes. Beim Hindernislauf muss der Hund folgende Hindernisse bewältigen: Hürden, Schrägwand,  Tunnel, Halbtonne, Reifen, Laufsteg, Hochweitsprung.